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Das Internet der Dinge

Das Internet der Dinge - Internet of Things (IoT) - beschreibt den Trend, dass der (Personal) Computer zunehmend als Gerät verschwindet und durch „intelligente Gegenstände“ ersetzt wird.

Statt – wie derzeit – selbst Gegenstand der menschlichen Aufmerksamkeit zu sein, soll das „Internet der Dinge“ den Menschen bei seinen Tätigkeiten unmerklich, passiv unterstützen.

Das Internet der Dinge wird in naher Zukunft über 50 Mrd. Dinge miteinander verbinden. Bis 2020 sollen es schon rund 100 Mrd. vernetzte Gegenstände sein. Darüber verbunden sind auch Menschen, die diese Technologien nutzen, in erster Linie über Smartphones. Dinge, die vernetzt werden, sind unter anderem Maschinen, Fahrzeuge, Haustechnik, somit auch Beleuchtung, Rollläden, Fernseher, PCs, Kameras, Kühlschränke, Warenverpackungen, Sensoren aller Art. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Mehr als 100 Mrd. vernetzte Dinge

Die besonders durch die Entwicklung von Smartphones vorangetriebene Miniaturisierung von elektronischen Bauteilen macht es möglich, alle Gegenstände, die vernetzt werden sollen, mit Sensoren und kleinsten Computerbauteilen oder beispielsweise WLAN-Antennen auszustatten. Die Kommunikation zwischen den Dingen erfolgt dabei größtenteils automatisch.

Zum Beispiel das Einkaufen kann sich dadurch verändern. Die – zukünftig von Menschen unbesetzte – Kasse am Ausgang des Supermarktes kann den Warenkorb automatisch auslesen. Die Bezahlung erfolgt ebenfalls automatisch über das Smartphone. 

Ausgangslage

Jedes Ding mit eigener Internetverbindung

In der heutigen Zeit hat jeder Anwender mindestens einen eigenen Computer. In Zukunft wird jedes "Ding" einen eigenen Computer samt Internetverbindung haben. Fernseher, DVD-Rekorder, Stereoanlagen, Wecker, Armbanduhren oder Mobiltelefone enthalten heute bereits leistungsfähige Computer auf einem Chip. Zukünftig werden alle Haushaltsgeräte wie der berühmte Internet-Kühlschrank, Lichtschalter, Leuchten usw. solche Computer-Chips enthalten. Nicht (nur), weil diese Gadgets cool sind, sondern weil dies die billigste und effizienteste Weise zur Umsetzung ihrer Funktion ist.

Vision

Das Internet der Dinge wird von Experten als milliardenschwerer Markt gesehen und bis zum Jahr 2020 auf 14 Billionen US-$ geschätzt.

Wie hoch die Zahl auch tatsächlich ausfallen mag, der Markt wird gigantisch sein.

Bereits 2009 wurde in einer Resolution des EU-Parlaments veröffentlicht, dass das Internet der Dinge bedeutenden Einfluss auf das tägliche Leben nehmen und in breitem Umfang zu wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen führen wird. 

"Das Internet der Dinge ist Treiber der vierten industriellen Revolution."

Die Ideen, die der Begriff "Smart Home" zusammenfasst, sind mindestens zehn Jahre alt. Der Grundgedanke ist der, das gesamte Wohngebäude zu vernetzen, um die vielfältigen Funktionen zentral über ein Computer-Programm zu steuern. Für gewerbliche Bauten gibt es gleichartige Überlegungen, die heute schon in Teilen realisiert werden.

Home - sweet digital Home

Im Smart Home soll die Technologie den Bewohner befähigen, an zentraler Stelle die Heizung zu regulieren, Ventile zu öffnen oder zu schließen, Licht zu steuern, Fenster oder Rollläden zu öffnen oder zu schließen, eine Alarmanlage zu betätigen oder über Kameras zu überwachen. Ebenso macht die Technik möglich, den viel zitierten intelligenten Kühlschrank zu nutzen, der selbstständig erkennt, welche Lebensmittel der Bewohner vorrätig haben möchte, und diese eigenständig nachbestellt. Sämtliche Unterhaltungsmedien und Computer werden ebenfalls im Smart Home untereinander vernetzt. Vereinfacht gesagt geht es um die Automation des Gebäudes. 

Das „Smart Grid“ ist eine Entwicklung, die die Stromnetze, die Anbieter von Strom und die Stromindustrie betrifft. Die grundlegende Idee dieses intelligenten Stromnetzes ist, die Stromnetze mit einem neuen Computernetzwerk zu überlagern. Dieses Netzwerk gibt den Stromkonzernen die Möglichkeit, ihre Infrastruktur zu überwachen. Dies funktioniert für Hochspannungsleitungen genauso wie für die Stromnetze in Häusern und Wohnungen.

Strom und Internet im selben Kabel

Das intelligente Stromnetz kann den Strom effizienter übertragen und bei Stromausfällen kann schneller reagiert werden. Außerdem lassen sich erneuerbare Energiequellen leichter in den Strommix mit einbeziehen und viele weitere Dienste und Anwendungen lassen sich übermitteln. Wesentliche Teile der benötigten Infrastruktur zur Verteilung der Technologien des Internets der Dinge sind also bereits vorhanden: das Stromnetz. Das Stromnetz und die ohnehin überall vorhanden Straßenlaternen eignen sich gut für die Verteilung des Internets der Dinge.

Smarte Straßenlaternen

2012 wurden in Mailand bereits Ansätze vorgestellt, bei denen die Daten des Internets über das Stromnetz bis zu den Straßenlaternen transportiert werden. Die Straßenlaternen werden zu multifunktionalen Strom- und Datenstationen erweitert, um Sender und Empfänger für WLAN, Ladestationen für Elektroautos, Defibrillatoren, Einrichtungen für Lautsprecherdurchsagen, intelligente Steuerung der Straßenlaternen sowie weitere Services und Sensoren zu integrieren. Ende 2013 wurden auch in Berlin und Leipzig neue Unternehmen aktiv, um in ausgewählten Bezirken erste Laternen in Ladestationen für E-Autos zu verwandeln.

Aus dem gleichen Umfeld stammen Ideen, die sich mit der Intelligenz zukünftiger Straßen befassen. In die Straßen eingebaut sollen unterschiedliche Sensoren den Verkehr überwachen, Störungen melden, den Verkehr leiten und die Kommunikation zu Fahrzeugen und zwischen Fahrzeugen herstellen. Induktionsschleifen, mit denen Elektroautos während der Fahrt geladen werden können, sollen in die Fahrbahn eingelassen werden.

Die Entwicklung des Stromnetzes

Das Ergebnis einer Umfrage zeigt die erwartete Entwicklung des Stromnetzes bis 2020. Befragte konnten mögliche Trends einer Skala von 1 = "nicht wichtig" bis 5 = "sehr wichtig" zuordnen.

  • 4,3 Dezentrale Erzeugung
  • 3,9 Smart Grid
  • 3,8 E-Mobility
  • 3.7 Dezentrale Speicherung
  • 3,7 Virtuelle Kraftwerke
  • 3,5 Verändertes Nachfrageverhalten
  • 3,4 Kundenseitige Laststeuerung
  • 3,3 Smart Home


Nach Ansicht einzelner Experten soll die demografische Entwicklung dazu führen, dass es in Deutschland zu einer Art Vollbeschäftigung kommt, die der Wirtschaft sogar schaden könnte. Gemeint ist der Fachkräftemangel durch den Bevölkerungsrückgang, der sich in einigen Jahren drastisch äußern soll. Deutschland wäre dann nicht mehr in der Lage, den heutigen Stand des Vordenkens, Entwickelns, Erfindens und Produzierens aufrechtzuerhalten und würde als Wirtschaftsnation schnell an Bedeutung verlieren.

Top-Themen der neuen Arbeitswelt

  • Nachwuchsmangel
  • Beschäftigung älterer Arbeitnehmer
  • Zunehmende Projektarbeit
  • Fluide Unternehmen
  • Prekäre Arbeitsverhältnisse
  • Steigende Zahl von Freelancern
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Technologie und Vernetzung
  • Homeoffice

Chancen nutzen

Gelingt es, die aufgezählten Themenstellungen intelligent miteinander zu verbinden und zu den richtigen Schlüssen zu kommen, ließen sich eine ganze Reihe von Vorteilen realisieren.

Attraktives Arbeitsumfeld schaffen

Wenn Unternehmen sich einem Nachwuchsmangel ausgesetzt sehen, diesen vielleicht sogar schon zu spüren bekommen, kommt es umso mehr darauf an, für die angestellten Fachkräfte ein Umfeld zu schaffen, welches attraktiv ist, um darin zu arbeiten. Dieses Arbeitsumfeld verlangt nach einer modernen Technologie, wie sie insbesondere von Nachwuchskräften heute auch erwartet wird.

Innovation macht attraktiv

Moderne Technologien, gerade die Internet-Technologien und das Internet der Dinge, ermöglichen es, flexibel, mobil - oder im Homeoffice - zu arbeiten. Wegfallende Fahrzeiten sparen Ressourcen, Geld und schonen die Umwelt. Hindernis sind oft Führungskräfte, die einen neuen Führungsstil lernen müssen: ergebnisorientierte statt anwesenheitsorientierte Führung.

Kontrovers: Homeoffice

Technologie vermag es, das alltägliche Leben zu erleichtern. Sie könnte die Arbeit im Homeoffice immer stärker begünstigen. Viele Führungskräfte sind diesem Thema gegenüber jedoch nach wie vor wenig aufgeschlossen, was zu kontroversen Reaktionen führt. Hochinnovative Unternehmen aus dem IT-Umfeld schwenken mit neuer Führungsmannschaft um 180 Grad und schaffen das Homeoffice komplett ab, während Microsoft in Deutschland zuletzt verkündet hat, das Thema Homeoffice zu forcieren.

Homeoffice erleichtert die Work-Life-Balance

Ansätze, das Homeoffice anders zu gestalten, nämlich nicht in den eigenen vier Wänden, sondern in von unterschiedlichen Firmen und Freiberuflern genutzten Büroanlagen, werden ebenfalls verfolgt.

Mangel und Überkapazität

Während einige Branchen auf der einen Seite mit einem Fachkräftemangel kämpfen, wird die weitere Industrialisierung dazu führen, dass wir zum Beispiel im Innendienst verschiedener Branchen mit einem Stellenabbau zu rechnen haben.

Es ist notwendig, das Potenzial des Internets der Dinge zu erkennen und zu nutzen, um Ideen zu entwickeln, die dem jetzigen Trend entgegenwirken.

Trendforscher prognostizieren, dass Projektarbeit noch stärker zunehmen wird. Immer mehr Menschen werden für spezielle Aufgaben zusammengewürfelt, die sich nach Ende des Projekts wieder verteilen. Dies betrifft die zunehmende Zahl von Freelancern noch sehr viel stärker als die fest angestellten Mitarbeiter.

"Das Internet der Dinge ist ein dreigeteiltes Internet: ein Kommunikationsnetz, ein Transportnetz, ein Energienetz. Es verbindet die ganze Wirtschaft."

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